Hallo Chaos :-)

Hallo Chaos :-)

Ich versuche immer, mich zu arrangieren.

Mit den Gegebenheiten, die sich mir bieten. Mit dem Raum, den ich zur Verfügung habe. Mit meinen Ideen, die manchmal ein Eigenleben führen …..

Im Moment beherrscht das Chaos meine kleine Welt.

Wehmut im Herz, Verwirrung im Kopf und Unordnung in meinem Zuhause.

Vor gut zwei Wochen ist meine zweite Tochter ausgezogen. Irgendwie ist es komisch. Ich habe immer versucht, meine Kinder zu selbstständigen, selbstbestimmten jungen Menschen zu erziehen und nicht zu sehr zu klammern. Aber so ein Auszug bedeutet, dass man noch mehr loslassen muss. Beim zweiten Kind ist das Gefühl nicht anders, nicht besser, als beim ersten. Aber Trübsal blasen will ich nicht. Also, die Ärmel hochkrempeln und den freien Raum in Angriff nehmen.

Die erste Hürde fällt mir leicht: Schreibtisch und einen, nein zwei Schränke ausräumen, aus dem Wohnzimmer ins neue Zimmer befördern. Bei großen Dingen bin ich immer gut. Vorerst wird alles wieder so eingeräumt, wie es drin war – das war der Plan. Pläne funktionieren nur nicht immer. Wenn man sie in Angriff nimmt, kann ein einfacher Plan zu einer großen Herausforderung werden. Kennt ihr solche Situationen?

Ich räume also den ersten Schrank komplett leer, was da alles zum Vorschein kommt. Bastelmaterialien längst vergangener Zeiten: eingetrocknete Window Color Farbfläschchen und Acrylfarbentuben, die alten Malkästen meiner Kinder und so manch anderes. Lauter Dinge, die ich aufgehoben habe, weil man sie ja nochmal brauchen könnte. Ich hole mal einen Müllsack.

Ehrlich gesagt, hatte ich keine Ahnung, wie viele Dinge in einem Schrank Platz haben können und auch nicht, wie sie einfach in Vergessenheit geraten konnten. Da stecken viele Erinnerungen drin. Aber jetzt nicht sentimental werden. Ich wollte ja nicht aussortieren, sondern lediglich umbauen.

Ich scheine eine Meisterin des Stapelns und Schlichtens zu sein. Nachdem ich den Schrank im neuen Zimmer an seinem Platz habe, passt der schon reduzierte Inhalt irgendwie nicht mehr hinein – aber er muss. Hauptsache, die Türen gehen zu.

Beim zweiten Schrank ist es einfacher. Da sind hauptsächlich Stoffe und Wolle drin. Aber auch hier läuft wieder ein Kopfkino im Hintergrund: daraus wollte ich doch mal …. machen, warum habe ich denn den gekauft, was wollte ich denn mit der Wolle?

Am Ende des Tages bin ich ein bisschen stolz auf mich. Das Wohnzimmer wirkt heller, frischer. Der leere Raum ist nicht mehr leer und verursacht bei jedem Vorbeigehen nicht mehr ganz so schlimm dieses flaue Gefühl im Magen, dass wieder ein Kind weg ist.

Wenn mir vorher mal jemand gesagt hätte, wie schwer es ist, Mutter zu sein – ich würde alles genauso wieder machen 🙂

gabiku

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